Nachfolgend finden Sie unsere Pressemitteilung zur Research-Studie „Langfristige Aktienmarktprognose: Das Shiller-CAPE auf dem Prüfstand“ von Norbert Keimling, Leiter Kapitalmarktforschung der StarCapital. Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Langfristige Aktienmarktrenditen und Risiken lassen sich mit CAPE und KBV schätzen
  • CAPE verliert in Märkten mit Strukturbrüchen an Aussagekraft
  • Kombination mit KBV erhöht Prognosequalität
  • KGV, KCV, Dividendenrenditen sagen wenig über künftige Renditen aus
  • Emerging Markets langfristig mit hohem Renditepotenzial von 9% p. a.
  • US-Potential fällt mit 4% p.a. gering aus, Rückschlagsrisiken überdurchschnittlich hoch

Das von Robert J. Shiller für den S&P 500 entwickelte zyklisch adjustierte Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV10, CAPE) erfreut sich seit Jahren steigender Beliebtheit, wenn es darum geht, Über- oder Unterbewertungen an den Börsen zu identifizieren. Beim Shiller-CAPE wird der aktuelle Aktienkurs durch den gleitenden Mittelwert der inflationsbereinigten Unternehmensgewinne der vergangenen zehn Jahre dividiert. Die Experten von StarCapital nutzen das Shiller-CAPE bereits seit mehr als 10 Jahren auch außerhalb der USA, um attraktive Einstiegszeitpunkte in Märkte und Branchen, aber auch Aktienmarktrisiken zu identifizieren und langfristige Renditepotenziale zu berechnen.

Nach Ansicht von Norbert Keimling, Leiter Kapitalmarktforschung bei StarCapital, weist das Shiller-CAPE allerdings auch Schwächen auf, die Anleger in Betracht ziehen sollten. In der Studie „Langfristige Aktienmarktprognose: Das Shiller-CAPE auf dem Prüfstand“ belegt Keimling, dass das CAPE tendenziell eine weniger zuverlässige Prognosekraft für Rendite- und Risikoeinschätzungen in kleineren Märkten aufweist sowie in Märkten, die durch große Änderungen innerhalb der Sektorstruktur oder stark vom S&P 500 abweichende Gewinnwachstumsraten gekennzeichnet sind. „Investoren sollten CAPE-basierte Aussagen in diesen Märkten kritisch hinterfragen und andere Bewertungskritierien hinzuziehen“, erläutert Norbert Keimling.

Hier eigne sich insbesondere eine Kombination mit dem Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV), da die geringer schwankenden Buchwerte keiner zehnjährigen Glättung bedürfen, was die (nicht unproblematische) Annahme einer vergleichbaren Marktstruktur über die letzten zehn Jahre überflüssig mache. „Die Ergebnisse unserer Untersuchung stützen diese These nicht nur theoretisch. Auch empirisch ermöglichte das KBV seit 1979 vergleichbar zutreffende Rendite- und Risikoschätzungen wie das CAPE“, erläutert Keimling. Den Grund dafür, dass das KBV in der Praxis weniger häufig Anwendung findet, sieht er in der geringeren Datenverfügbarkeit und der damit einhergehenden geringeren empirischen Überprüfbarkeit.

Bildmaterial zur freien Verwendung

Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse ermittelte Norbert Keimling mit seinem Team zum Stichtag 31.12.2015 das langfristige Aktienmarktpotenzial für verschiedene Märkte mithilfe einer Kombination von CAPE und KBV. Demnach können weltweit anlegende Investoren über die nächsten 10 bis 15 Jahre mit realen Renditen von 6,3% p.a. rechnen. Noch größere Wertzuwächse seien in europäischen Aktienmärkten (+7,5% p. a.) sowie in den Emerging Markets (+8,9% p.a.) zu erwarten. Auf Länderebene ermittelten die StarCapital-Experten das größte langfristige Potenzial in Singapur (10,2% p. a.), Italien (9,9% p.a.) und Norwegen (9,8% p.a.).

Neben dem KBV und CAPE wurden in der Studie weitere Indikatoren auf ihre Prognosekraft hin untersucht. Im Ergebnis standen das KGV und das Kurs-Cashflow-Verhältnis insgesamt in einem geringeren Zusammenhang mit zukünftigen Renditen. „Es ist anzunehmen, dass die Aussagekraft klassischer Kurs-Gewinn- und Kurs-Cashflow-Verhältnisse zum einen durch die hohe Volatilität von Gewinnen und Cashflows geschmälert wird. Zum anderen lassen sinkende Gewinne und Cashflows Märkte gerade in aus Investorensicht lukrativen Krisenphasen wenig attraktiv erscheinen“, so die Erläuterung von Norbert Keimling. Auch Dividendenrenditen ermöglichten in der Vergangenheit nur deutlich unzuverlässigere Renditeprognosen, was laut Keimling an einem generellen Dividendenrückgang liegen könnte, der einen fairen Mittelwert sowie die Rückkehr zum Mittelwert (Mean Reversion) verhindere und damit die Prognosequalität schwäche. Die Studie zeige zudem, dass auch eine Bereinigung um unterschiedliche Ausschüttungsquoten die Prognosekraft des CAPE nicht verbessere.


Weiterführende Informationen

StarCapital stellt Bewertungsdaten sowie die sich daraus ergebenden Renditeschätzungen auf folgenden Webseiten zur Verfügung:

Aktienmarktbewertungen: http://www.starcapital.de/research/aktienmarktbewertungen Renditeschätzungen: http://www.starcapital.de/research/aktienmarktpotential
Vollständige Studie: Download

188,44 € / 179,47 €*
* Ausgabe- / Rücknahmepreis per 24.06.2016
Alle Fondspreise anzeigen
Niedrig bewertete Börsen werfen langfristig die höchsten Renditen ab. Welche Regionen jetzt attraktiv sind
Es ist schwieriger geworden, mit festverzinslichen Wertpapieren auskömmliche Renditen zu erwirtschaften. Erstens gibt es heute keinen sicheren Zins...
SC Fonds STARS Multi-Faktor - ETF-Dachfonds-Pionier Markus Kaiser hat sich jetzt der Smart-Beta-ETFs angenommen. Aus rund 100 ETFs hat er einen...
Je niedriger eine Börse bewertet ist, desto mehr Rendite wirft sie langfristig ab. Das belegt eine neue StarCapital Research-Studie. €uro zeigt, wo...

Nachfolgend finden Sie unsere Pressemitteilung zur Research-Studie...

Rezession in den USA? Trump wird Präsident? Die Eurozone bricht auseinander (Brexit, Flüchtlingskrise)? Harte Landung in der chinesischen...